Das Haus sieht zunächst aus wie viele andere: vier 3-Zimmer-Wohnungen mit rückseitigem Balkon, ein gemeinsamer Garten. Im St. Johann-Quartier nichts Auffälliges. Und doch: Hier an der Gasstrasse 18 leben ausschliesslich Alleinerziehende mit ihren Kindern. Ein-Eltern-Familien. An den Fenstern kleben Kinderzeichnungen und liebevoll gemachte Scherenschnitte. Dreiräder und Kindervelos stehen im Vorgarten.
Mit der Liegenschaft deckt die Stiftung Habitat ein besonderes Bedürfnis ab. Denn für alleinerziehende Mütter (seltener: Väter) wird die Wohnungssuche oftmals zum Problem. VermieterInnen befürchten, die Alleinerziehenden könnten die Miete nicht bezahlen. Ein Vorurteil, klar. Beides, Beruf und Kind, im Alleingang zu managen – das ist heute nichts Besonderes.
Platzgewinn nach Renovation
Über den Verein «eifam - Alleinerziehende Region Basel» hörte die Stiftung Habitat von der Wohnungsnot Alleinerziehender und erwarb das Haus im Jahr 1998. Es ist somit die erste Liegenschaft, die in Stiftungsbesitz überging. Bei der Renovation wurden die unpraktischen Zimmeröfen durch eine moderne Zentralheizung ersetzt. In die frisch sanierten Badezimmer wurden statt der alten Badewannen Duschen eingebaut, wodurch wertvolle Fläche gewonnen wurde. Auch die Küchen wurden erneuert. Die unterste Wohnung erhielt überdies via Treppe einen direkten Zugang zum gemeinsam genutzten, selbstverwalteten Garten. Und im Keller wurde ein gemeinsamer Spielraum eingerichtet.
