Aktienmühle

Aktienmühle

Neues Leben für ein Stück Basler Industriegeschichte: Seit 2016 wird im Werkstatthaus Aktienmühle Kaffee geröstet, Holzofenbrot gebacken und Schnaps gebrannt. Auch mit Holz, Metall, Leder, Textilien und Papier wird gearbeitet. Im Erdgeschoss ist die «Macherschaft», eine offene Werkstatt für alle, zu finden. Der Hof steht dem ganzen Quartier offen, das Restaurant Turbinenhaus sorgt für Leben, und im Pförtnerhaus geben Kinder den Ton an.

Freiraum für das Klybeck

Der Hof der Aktienmühle ist ein öffentlicher Ort. Die Menschen aus dem Quartier können ihn frei nutzen, wenn das Restaurant Turbinenhaus geöffnet ist. Mit dem offenen Grill wird der Hof zum Quartiergarten – und zur Begegnungszone. Wer etwas trinken will, holt sein Getränk im Restaurant oder an der Bar. Diese einfache Regel hat sich bereits in den Jahren der Zwischennutzung bewährt, die dem Umbau vorausgingen. Wir wollten in dem dicht bebauten Quartier einen ruhigen Ort schaffen, wo sich Ideen entwickeln können. Vor allem die Kinder eroberten damals die Aktienmühle und nutzten sie intensiv zum Spielen und Basteln oder erledigten ihre Hausaufgaben. Manche kamen jeden Tag. Es war klar, dass die Aktienmühle auch nach dem Umbau ein Ort für Kinder sein sollte. Im Pförtnerhaus finden sie weiterhin den «Spielboden Klybeck» und die «Druckstelle».

 

Freie Werkstätten
Restaurant Turbinenhaus

MacherSchaft Offene Werkstatt & Atelier

Verein Druckstelle

Spielboden Klybeck

 

Werkstatthaus Aktienmühle

Baujahr

1899

Wilhelm H. Fichter-Liebi und Rudolf Sandreuter

Umbau

2012–2016

Metron AG, Brugg

Nutzung

Werkstatthaus mit 43 Werkstatträumen, gemeinsamer Pausenraum, Lagerfläche, Restaurant im ehemaligen Turbinenhaus
Öffentlicher Hof

Hofgestaltung

2012–2016
Bryum GmbH, Basel

Ein Haus für Handwerk und Produktion
Wir wollten die Geschichte des über 100-jährigen Mühlengebäudes als Produktionsstätte weiterschreiben. Deshalb machten wir daraus ein Werkstatthaus für Betriebe aus Handwerk und Produktion. Auch baulich sollte der industrielle Charakter bewahrt werden. Die schönen Stahlstützen und Holzbalken beispielsweise konnten erhalten werden. Eine offene Raumaufteilung macht über 40 Werkstätten von unterschiedlicher Grösse möglich. Erschlossen wird das Gebäude auch über eine neue Metalltreppe an der Fassade.

 

In den öffentlichen Werkstätten der «MacherSchaft» können handwerkliche und kreative Ideen umgesetzt werden. Das ehemalige Turbinenhaus beherbergt heute ein Restaurant. Seine Pächter führen auch die Sommerbar in der überdachten Remise im Hof.

 

Die Werkstatträume sind zwischen 40 und 150 m² gross und zweckmässig ausgestattet. Im Keller gibt es Duschen und Garderoben, die alle nutzen können. Auch ein Pausenraum und eine Waschmaschine sind vorhanden. Die Mieterinnen und Mieter schätzen das gute Miteinander. Es gibt noch freie Werkstätten!

 

Freie Werkstätten

Restaurant Turbinenhaus

MacherSchaft Offene Werkstatt & Atelier

Pförtnerhaus

Baujahr

1899

Wilhem H. Fichter-Liebi und Rudolf Sandreuter

Sanierung

voraussichtlich ab 2019

Grönlandbasel, Basel

Nutzung

Angebote für Kinder, Gemüsedepot, stilles Gewerbe

Kontakt

Katharina Sommer, Projektleitung

T +41 61 327 10 67

sommer@stiftung-habitat.ch

Stilles Schaffen und wildes Treiben
Das Pförtnerhaus mit der Hofeinfahrt an der Gärtnerstrasse empfängt die Besucherinnen und Besucher und macht aus dem Hof einen geschützten Freiraum. Früher befanden sich auch die Büros der Direktion in diesem Teil des Ensembles. Während der Zwischennutzung wurde das Pförtnerhaus vor allem von den Kindern aus dem Quartier genutzt. Zum Beispiel im Spielboden: Hier wuselt es an Nachmittagen von Kindern, die sich beim Klettern, Schaukeln oder bei einer Kissenschlacht austoben und Freundschaften schliessen.

 

Ein besonderer Raum ist auch die Druckstelle. Mit kundiger Begleitung können Kinder und Jugendliche hier schreiben, auf alten Druckmaschinen Bilder und Texte drucken und kleine Büchlein binden. Viele machen hier ihre ersten Erfahrungen mit gedruckten Medien.

 

Beliebt und bewährt ist das Gemüsedepot des Birsmattehof im Hofeingang, das Leben aufs Areal bringt.

 

Die sanfte Sanierung des Pförtnerhauses wird die während der Zwischennutzung gewachsenen Angebote für Kinder stärken und längerfristig etablieren. Dafür werden die Räume zum Teil neu angeordnet und so ausgestattet, dass sie den Bedürfnissen der Kinder noch besser entsprechen. Zusätzlich wird es neue Flächen für stilles Gewerbe geben, die als Büros, Beratungs- oder Praxisräume genutzt werden können. Den Charakter des Pförtnerhauses wollen wir erhalten und möglichst viele originale Details wieder zur Geltung bringen. Die ersten neuen Mieterinnen und Mieter werden voraussichtlich 2020 einziehen.

 

Verein Druckstelle

Spielboden Klybeck