Das Gellert fürs kleine Budget

Das Gellert fürs kleine Budget

Prunkvolle Villen, in denen einst wohlhabende Basler Familien residierten. Grosszügige Park- und Gartenanlagen mit einem Hauch von Versailles. Im klassisch-französischen Stil inszenierte Noblesse. Diese prägte bis in die 1960er-Jahren das Bild des Gellert-Viertels. Danach mussten viele der noblen Residenzen modernen Wohnblöcken weichen. Doch immer noch gilt das Gellert als das vornehmste und grünste Stadtviertel Basels.

 

Der südwestliche Teil des St. Alban-Quartiers gibt sich bescheidener. In der Umgebung der Hardstrasse geht das einstige Villenviertel in einen mittelständischen Lebensraum über, in dem ganz normaler Alltag stattfindet. Wohnen, Arbeiten. Einkaufen. Sein. Stadt, aber ohne städtische Hektik.

Wohnhaus Hardstrasse 86:
Eine solide Investition

Die Liegenschaft mit der Hausnummer 86 befindet sich an einem belebten Abschnitt der Hardstrasse. Gleich drei Grossverteiler unterhalten auf der gegenüberliegenden Strassenseite ihre Filialen, über Mittag frequentiert von hungrigen Berufstätigen der umliegenden Firmen. Es gibt eine Apotheke, einen Blumenladen, eine Bäckerei mit Café. Das Tram der Linie 14 hält sozusagen vor der Haustür. Später am Abend wird es ruhig. Unterbrochen wird die nächtliche Stille hin und wieder durch das Tram oder durch ein Auto auf Parkplatzsuche. Lärmende Nachtschwärmer sind selten.

Baujahr

1972

Nutzung

18 Wohnungen mit 1 Zimmer bis 4 Zimmern

4 Bastelräume

Adresse

Hardstrasse 86

4052 Basel

Kontakt

Katja Schärer

Administrative Bewirtschafterin

T +41 61 327 10 96

schaerer@stiftung-habitat.ch

 

Raphael Dominizak

Technischer Bewirtschafter

T +41 61 327 30 13

dominizak@stiftung-habitat.ch

Mit seinem für die 1960er-Jahre charakteristischen kantigen Auftritt sticht das Hochparterrehaus etwas vorwitzig zwischen den beiden aus einer anderen Zeit stammenden flankierenden Bürgerhäusern hervor. Die Fassade ist konsequent schnörkellos: durchgängige Fensterbänder über angemaltem Beton, vertikal aufgereihte Waschbetonbalkone und ein verputzter Rahmen. 18 kompakte Wohnungen mit Balkonen auch auf der Hofseite beherbergt das Haus. Der Ausbaustandard ist bescheiden, entspricht aber heutigen Vorstellungen. Der bauliche Zustand des Hauses erfordert zurzeit keine Interventionen, und auf dem Dach wurde mit einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung bereits ein erster Schritt in eine energieeffiziente Zukunft gemacht.

 

Für die Stiftung Habitat sprach vieles dafür, die im Jahr 2021 zum Kauf angebotene Liegenschaft zu übernehmen. Zum Beispiel die grosse Anzahl Wohnungen, die kompakten Wohnungsgrundrisse, der grosszügige Garten und die bereits günstigen Mieten. Mittelfristig werden wir mit geeigneten Massnahmen die Energieeffizienz weiter verbessern und das Haus ans Fernwärmenetz anschliessen. Nicht gerüttelt wird an den Mietzinsen, die ganz im Sinn des Stiftungszwecks der Stiftung Habitat – insbesondere im Vergleich mit den quartierüblichen Mieten – tief angesetzt sind.