Wohnen in Basler Stilarchitektur

Wohnen in Basler Stilarchitektur

Umrahmt von der Welt der Panzernashörner, Kurzohr-Rüsselspringer und Waldgiraffen im Nordwesten, dem Basler Mekka der Rugby-Spieler im Süden und dem quicklebendigen Multikulti-Quartier Gundeli im Osten entstand zwischen 1929 und 1938 auf der grünen Wiese ein Stadtviertel, das den Namen Baumgartner-Quartier verdienen würde. Wer durch die Margarethenstrasse und die Seitenstrassen des Viertels schlendert, begegnet dem legendären Baumgartnerstil auf Schritt und Tritt. Wohnhäuser mit neobarocken Zügen und unspektakulärem Erscheinungsbild. Zeitlose Architektur, die sich durch sachliche Einfachheit auszeichnet.

Dahinter steckte der Unternehmer Wilhelm Baumgartner (1893 – 1946), eine schillernde und umstrittene Persönlichkeit. Sein Prinzip: riskieren, investieren, bauen und verkaufen. Seine Architekten entwickelten eine Art modulares, architektonisches Konzept, das auf immer wiederkehrenden Bauelementen basierte. Typische Merkmale wie grosse Balkone, viel Licht, tiefe Fensterbrüstungen und zahlreiche innenarchitektonische Feinheiten sind der Grund dafür, dass Wohnungen in Baumgartner-Häusern auch heute noch beliebt und gefragt sind.

Margarethenstrasse 60

Baujahr

1929

Sanierung

Neue Elektroinstallationen 2012

Nutzung

5 Wohnungen mit 2 bis 5 Zimmern

Aufteilbare Gewerberäume im Erdgeschoss

Adresse

Margarethenstrasse 60

4053 Basel

Kontakt

Katja Schärer

Administrative Bewirtschafterin

T +41 61 327 10 96

schaerer@stiftung-habitat.ch

 

Raphael Dominizak

Technischer Bewirtschafter

T +41 61 327 30 13

dominizak@stiftung-habitat.ch

Wohnhaus Margarethenstrasse 60:
Gut erhaltener Zeuge der Baumgartner-Wohnbaukultur

Das Eckhaus an der Kreuzung Margarethenstrasse/Dachsfelderstrasse zählt zu den ältesten Baumgartnerhäusern im Margarethen-Quartier. Es wurde in der Phase der Bebauung der ehemaligen Magarethenmatte im Jahr 1929 erstellt und ist noch heute in gutem baulichem Zustand. Baumgartnerhäuser galten schon in der Entstehungszeit als solide und dauerhaft: Qualitätsmerkmale, die auch die Stiftung Habitat hochhält. Die geräumigen 2- und 3-Zimmer-Wohnungen sowie eine 5-Zimmer-Wohnung sind praktisch im Originalzustand bewohnbar. Im Erdgeschoss befindet sich – bei Baumgartnerhäusern keine Seltenheit – ein gewerbliches Lokal, das zuletzt von einer mittlerweile geschlossenen Pizzeria genutzt wurde. Aus städtebaulicher Sicht interessant ist die Lage der Liegenschaft mit den ruhigen Wohnzonen im Hintergrund und der vorderen Ausrichtung auf die an einen grossstädtischen Boulevard erinnernde Margarethenstrasse. Willkommen für ÖV-Benutzer sind die nur wenige Schritte entfernten Haltestellen der hier auf lärmschluckenden begrünten Gleisen verkehrenden Tramlinie 2 und der Buslinie 36.

Die Stiftung Habitat übernahm das gut erhaltene Wohnhaus im Jahr 2022. Zurzeit beschäftigt sich ein Team unter der Federführung des Basler Architekturbüros Men Kräuchi mit Umbauplänen für die Räume im Erdgeschoss. Parallel dazu treiben wir die Suche nach geeigneten gewerblichen oder sozial tätigen Mieterinnen oder Mietern für diese Lokalitäten energisch voran. Diese sollen möglichst schnell wieder zum Leben erwachen.

 

Einst hatten die Wohnungen der Baumgartnerhäuser den Ruf, nicht gerade günstig zu sein. Zumindest in der Liegenschaft an der Margarethenstrasse 60 gilt das Gegenteil: Wie es der Stiftungszweck vorgibt, wird die Stiftung Habitat die Mieten trotz Investitionen auch an dieser Adresse niedrig halten.