Projekt Quartierentwicklung Lysbüchel Süd

Projekt Quartierentwicklung Lysbüchel Süd

Auf dem Areal Lysbüchel Süd wollen wir günstigen, städtischen Wohnraum in einer lebenswerten Umgebung schaffen, der das St. Johann-Quartier erweitert. Das 12'400 m² grosse Areal haben wir in 15 Parzellen aufgeteilt. 13 davon geben wir im Baurecht ab. 2 Parzellen bebauen wir selber: Das ehemalige Coop-Weinlager wird zum Wohnhaus, und an der Lothringerstrasse planen wir ein zweites Musikerwohnhaus.

Boden für die Stadt sichern

Es ist eine bisher unbekannte Ecke von Basel: Das Lysbüchel war lange ein reines Gewerbeareal, auf dem Coop ein riesiges Verteilzentrum betrieb. Nach langen Verhandlungen konnten wir das gesamte Areal 2013 von Coop erwerben. Bereits im Vorfeld hatten wir den Kontakt zum Kanton Basel-Stadt gesucht, der ebenfalls am Areal interessiert war, und eine Zusammenarbeit vereinbart. So verkauften wir den nördlichen Teil des Areals 2016 an den Kanton, der es als Teil des Projekts «Volta Nord» in den kommenden Jahren mit Wohnungen, Gewerbe, Industrie und Freiräumen entwickeln will. Wir freuen uns, dass alle Beteiligten dieses Projekt so fair und transparent abwickelten – im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt.

 

Das St. Johann weiterbauen

Den südlichen Teil – Lysbüchel Süd – haben wir behalten und gestalten ihn als neue, lebendige Erweiterung des St. Johann-Quartiers. Die 12'400 m² grosse Fläche erstreckt sich zwischen Lothringerstrasse, Elsässerstrasse und Beckenstrasse. Genau so bunt wie das St. Johann soll auch Lysbüchel Süd werden. Deshalb teilten wir das Areal in mehrere Parzellen auf und geben den grössten Teil im Baurecht an Genossenschaften und andere Baugemeinschaften ab. Die Parzellen sind eher klein, so dass möglichst vielfältige Hausgemeinschaften und Nachbarschaften entstehen können. Das Haus an der Elsässerstrasse 137 – ein Altbau von 1898 mit schöner Backsteinfassade – werden wir ebenfalls im Baurecht abgeben.

Das zweite Gebäude, das auf dem Areal stehen bleibt, ist das ehemalige Weinlager von Coop. Es wurde 1955 erstellt und soll zu einem Wohnhaus mit günstigen Wohnungen für Menschen in verschiedensten Lebenssituationen werden. An der Ecke Lothringerstrasse/Beckenstrasse wollen wir zudem ein zweites Musikerwohnhaus bauen.

 

Vom Industriequartier zum Lebensraum

Lysbüchel Süd stellt uns vor die spannende Aufgabe, ein ehemaliges Gewerbe- und Industrieareal in ein Wohnquartier umzuwandeln. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Metron AG erarbeiteten wir ein städtebauliches Konzept. Dieses sieht vor, alle bestehenden Gebäude bis auf das Weinlager und das Wohnhaus an der Elsässerstrasse 137 abzureissen. Zur Lothringerstrasse hin entsteht eine vielfältige, geschlossene Blockrandbebauung – hier liegen die meisten Baurechtsparzellen. Zentrales Element des neuen Stadtteils ist die Durchwegung, die eine sichere Fuss- und Veloverbindung zwischen dem nördlichen Lysbüchel und der Stadt schaffen soll. Besonders das vom Kanton geplante Schulhaus Lysbüchel soll für die Kinder sicher zu erreichen sein. Ein offener Hof entsteht entlang des Weinlagers. Unter dem Weinlager planen wir eine Einstellhalle für Velos, Spezialvelos, Motorräder und Autos.

 

Erfahrung nutzen

Bei der Planung für Lysbüchel Süd profitieren wir von den Erfahrungen, die wir im Entstehungsprozess von Erlenmatt Ost gemacht haben. Dort haben wir uns intensiv mit den Kriterien für nachhaltiges Bauen auseinandergesetzt. Nun wissen wir, dass die Begrenzung der Wohnfläche und die sogenannte Kostenmiete die grösste Wirkung entfalten. Unter anderem zu diesen zwei Kriterien machen wir den Baurechtnehmenden auf Lysbüchel Süd verbindliche Vorgaben. In anderen Themenfeldern erwarten wir, dass sie eigene Vorschläge formulieren und Ideen entwickeln. Wir bewerten diese Ideen bei der Auswahl und überprüfen laufend, ob sie umgesetzt und eingehalten werden.

Die ersten Baueingaben (für unsere eigenen Parzellen und für die Baurechtsnehmenden) sind 2019 geplant, gebaut wird ab 2020.

 

Blog Lysbüchel Süd

Unsere Baurechtsnehmenden

Projektdauer
2017–ca. 2022

 

Grundstück
12’400 m²

 

Städtebauliches Konzept
Metron AG, Brugg (städtebauliches Konzept und Parzellierung)

 

Nutzung
Wohnungen, Gewerberäume

 

Kontakt

Raphael Schicker, Projektleitung

T +41 61 327 10 68

schicker@stiftung-habitat.notexisting@nodomain.comch

Ehemaliges Coop-Weinlager

Umbau

Geplant 2020–2021

Nutzung

Wohnungen unterschiedlicher Grösse, Gewerberäume möglich, Einstellhalle

Kontakt

Jochen Brodbeck, Projekteitung

T +41 61 327 10 98

brodbeck@stiftung-habitat.ch

Es ist das grösste Gebäude auf dem Areal: das ehemalige Weinlager von Coop aus dem Jahr 1955. Nach mehreren Um- und Anbauten ist es heute kein architektonisches Schmuckstück mehr, aber eine Erinnerung an die Geschichte des Areals – und aufgrund seiner Form und Grösse ideal, um es in ein spannendes Wohnhaus zu verwandeln. Im Untergeschoss des Weinlagers wird eine Einstellhalle für Velos und Autos entstehen.

Eine gute Mischung
Im Weinlager soll eine Vielzahl möglichst unterschiedlich grosser Wohnungen entstehen, damit Menschen in jedem Alter und in jeder Lebenssituation einziehen können. Die Wohnfläche pro Person wird begrenzt werden. Ausserdem ist uns eine ökologische Bauweise wichtig. Zudem soll das Haus für ältere oder behinderte Menschen hindernisfrei gebaut werden. Im Erdgeschoss sind Gewerberäume möglich, zum Beispiel ein Laden mit Artikeln für den täglichen Bedarf, eine Velowerkstatt oder Büros und Praxisräume.

 

Für den Umbau des Weinlagers haben wir vier Architekturbüros zu einem Studienauftrag eingeladen. Ende Oktober 2018 wollen wir uns für eines der vier Projekte entscheiden. Baubeginn ist frühestens 2019, die ersten Wohnungen können 2020 bezogen werden.

 

Bei diesen Wohnungen wird unser Mietzinsbeitragsmodell zur Anwendung kommen. 
 

Mietzinsbeitragsmodell

Musikerwohnhaus II

Baujahr

Geplant 2020

Nutzung

Wohnungen, Musikzimmer

Kontakt

Katharina Schmidt, Projektleitung

T +41 61 327 10 66

schmidt@stiftung-habitat.ch

Die Musikerinnen und Musiker in unseren speziellen Häusern an der Lothringerstrasse schätzen die Freiheit, uneingeschränkt zu üben. Lysbüchel Süd macht es möglich, ein zweites Musikerwohnhaus von Grund auf zu planen und zu bauen.

Sorgfältig planen, nachhaltig bauen
Der Bedarf an Wohnungen für Musikerinnen und Musiker in Basel ist offenbar gross – das zeigen die vielen Anfragen, die wir erhalten. Lysbüchel Süd liegt direkt gegenüber unseres ersten Musikerwohnhauses an der Lothringerstrasse 165. Es drängt sich geradezu auf, ein zweites Haus für diese besondere Berufsgruppe zu bauen. Den Neubau wird unserer Vorstellung von nachhaltiger Bauweise entsprechen.

 

Zurzeit werten wir die Erfahrungen aus dem ersten Musikerwohnhaus aus und fragen Musikschaffende in Workshops nach ihren Bedürfnissen. Wir suchen nach sinnvollen Ergänzungen zum Bestehenden und wollen nicht einfach dasselbe nochmals bauen. Zum Beispiel fragen wir, wer im neuen Musikerwohnhaus leben soll: Studierende oder pensionierte Musikschaffende? Zweier-WGs oder Paare? Familien oder Gross-WGs? Wie sind die Musikzimmer sinnvoll in das Haus zu integrieren – als separate Zimmer oder innerhalb der Wohnungen? Was ist erwünscht, und was machbar? Solche und weitere Überlegungen fliessen in das Raumkonzept ein, das wir bis Mitte 2018 erarbeiten wollen.

 

Danach werden mehrere Architekturbüros zu einem Studienauftrag eingeladen, so dass wir uns Ende 2018 für ein Projekt entscheiden können. Baubeginn ist frühestens 2020.

 

Bei diesen Wohnungen wird unser Mietzinsbeitragsmodell zur Anwendung kommen.

 

Mietzinsbeitragsmodell

Musikerwohnhaus I